PROJEKTE

Fotos der Umsetzung des Projekts „Stadt, Land, Fluss“, für den Röthenbacher Landgraben, Nürnberg




Fertigstellung voraussichtlich November 2022


STADT, LAND, FLUSS

Erosion, Sedimentation, Schichtung

Thema und Variation


Entschieden, reduziert wird Stadt, Land, Fluss skulptural rezipiert.
Der Werkstoff Beton ist urban besetzt. Besonders die Stele weist auf Gebäude, Hochhaus, Turm.
Der Eindruck wird durch die Rechtwinkligkeit der kubischen Objekte verstärkt.
Der Abdruck des in der Schalung verwendeten Sands stellt einen Bezug zu Landschaft her.
Auch die Erosionen werden durch die Verwendung von Sand erstellt.
Erosion gestaltet Landschaft.
Aufeinander ausgerichtete, liegende Objekte erinnern an ein Flusstal.
Punktuell sammelt sich in den Vertiefungen Regenwasser, das bald wieder verdunstet.
Durch die kapillare Wirkung der Sandoberfläche wird die Verdunstung beschleunigt.
Die horizontal verwendete Schalung aus sägerauem Holz ergibt eine fließende
Struktur. Die Schichtung korrespondiert mit der Struktur der Architektur.
Die Themen werden abstrakt interpretiert, eine imitierende, illusionäre Wirkung
ist nicht beabsichtigt; freie Assoziation wird nicht verstellt.
Durch die „negative“ Arbeitsweise des Schalungsbaus entsteht Künstlichkeit.
Der Betrachter ist angeregt die Herstellung nachzuvollziehen.
Die skulpturalen Elemente Stele, Kubus, Platte werden im Ensemble
archetypisch thematisiert.
Die vertikale Stele:
Der aufrecht stehende Monolith geht auf die Ursprünge der Skulptur zurück.
Monumentale Stelen, zum Beispiel in Stonehenge oder die ägyptischen
Obelisken haben eine fortwährende Faszination.
Über das Rätsel ihrer Herkunft hinaus spielen astronomische Bezüge eine große Rolle.
Über den Tag und über das Jahr wandert ihr Schatten gleich einer Sonnenuhr.
Der ruhende Kubus:
Der Tisch als ebenso profaner wie sakraler Ort.
Treffpunkt, Altar, Arbeitsplatz, Spielplatz…
Die horizontale Platte:
Ruhepunkt, Basis. Das Gegenüber dem Himmel, das eben nicht Aufstrebende.
Im Blick nach unten liegt etwas Reflektierendes.
Das Friedenmachen, die Endlichkeit; am Ende liegt alles.




EROSION Walberla

EROSION
Höhe 300 cm, quadratischer Grundriss, Tiefe/Breite 60 cm
Wettbewerbsbeitrag „Skulpturenweg Walberla 2021“ (nicht realisiert)

EROSION
Höhe 300 cm, quadratischer Grundriss, Tiefe/Breite 60 cm
Wettbewerbsbeitrag „Skulpturenweg Walberla 2021“ (nicht realisiert)

Die Stele soll frei in der Landschaft stehen, aufstrebend in den Himmel greifen, dem kompakten Berg gegenüber. Mit dem Wegzeichen, einer Art Totem wird auf das Magische des „heiligen Berges“ angespielt. Die Erosion, die Schichtung, als „urzeitliche“ Gestaltung von Landschaft, wird in abstrakter Weise in Form eines Quader thematisiert. Demgegenüber steht das Motiv des Erstarrens im Verfahren des Gusses, die mutwillige Irritation, Manipulation des nach Perfektion strebenden Materials Beton. Mit umlaufenden horizontalen Schichtungen durch variierende, unterschiedlich breite, Schalung aus sägerauem Holz, zusammen mit nach oben zunehmender Zerstörung und Perforation durch gezielte Einstreuungen von Sand soll eine Auflösung erreicht werden. Die abstrakte Farbigkeit grau/rot, aus natürlichen Mineralien, kontrastiert die Farbigkeit der Landschaft Frühjahr/Sommer grün, Herbst/Winter gelb/braun.

Einsatzmodell am geplanten Standort

Altar für Kirchenneubau in Coburg

Im Juli/August 2020 ist, in Zusammen-arbeit mit dem Architekturbüro Ulrich Manz, Bamberg, ein Altar in Stampfbeton ausgeführt worden.

Neubau Neuapostolische Kirche Coburg, Bahnhofstr. 32.

Einweihung Frühjahr 2021

Mitarbeit: Mick Neuner

Bauphase

Fotos: Mick Neuner